Immobilien-Lexikon:
Alle Begriffe von A bis Z
Das Immobilien-Lexikon von ImmobilienGuru: 229 Fachbegriffe rund um Kauf, Finanzierung, Vermietung und Steuern – verständlich erklärt, mit Rechner-Links.
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A
Abgeschlossenheitsbescheinigung
Bevor eine Immobilie in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt werden kann, verlangt das Wohnungseigentumsgesetz eine Abgeschlossenheitsbescheinigung. Dieses Dokument wird von der zuständigen Baubehörde ausgestellt und bestätigt, dass jede Wohneinheit baulich von den übrigen Einheiten abgetrennt ist und über einen eigenen Zugang verfügt.
Ablösevereinbarung
Bei einem Mieterwechsel bietet der ausziehende Mieter häufig Einbauten wie eine Einbauküche, Markisen oder Einbauschränke dem Nachmieter zum Kauf an. Die schriftliche Regelung dieser Übernahme nennt man Ablösevereinbarung. Sie regelt Gegenstand, Preis und Zustand der übernommenen Ausstattung.
Abnahmeprotokoll
Ein Abnahmeprotokoll hält den Zustand einer Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt schriftlich fest. Es kommt sowohl bei der Bauabnahme eines Neubaus als auch bei der Wohnungsübergabe zwischen Mieter und Vermieter zum Einsatz. Mit der Unterschrift beider Parteien wird der dokumentierte Zustand rechtsverbindlich anerkannt.
Abstandszahlung
Unter einer Abstandszahlung versteht man eine Geldzahlung, die ein Nachmieter an den Vormieter leistet, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung wie Möbel oder Einbauten zu erhalten. Im Kern zahlt der neue Mieter dafür, dass der alte Mieter die Wohnung freigibt. Diese Praxis ist in Deutschland seit 1971 grundsätzlich verboten.
Vollständig lesenAbtretung Grundschuld
Wechselt ein Immobilieneigentümer seinen Kreditgeber, muss die im Grundbuch eingetragene Grundschuld nicht gelöscht und neu bestellt werden. Stattdessen kann die bisherige Bank die Grundschuld per Abtretungserklärung an die neue Bank übertragen. Diese Abtretung spart erhebliche Notar- und Grundbuchkosten.
AfA (Absetzung für Abnutzung)
Die AfA (Absetzung für Abnutzung) ist die steuerliche Abschreibung auf den Wertverlust eines Gebäudes. Vermieter können den Gebäudewert über die Nutzungsdauer linear abschreiben und so ihre Steuerlast auf Mieteinnahmen senken.
Vollständig lesenAltlastenverzeichnis
Das Altlastenverzeichnis (auch Altlastenkataster) ist ein behördliches Register, in dem Grundstücke mit bekannten oder vermuteten Bodenverunreinigungen erfasst sind. Zuständig sind die unteren Bodenschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Ein Eintrag kann von ehemaligen Tankstellen über Industriestandorte bis hin zu alten ...
Amtlicher Lageplan
Der amtliche Lageplan ist eine maßstabsgetreue Darstellung eines Grundstücks mit allen relevanten Informationen: Grenzen, Gebäude, Höhenangaben, Abstandsflächen und Nachbargebäude. Er wird von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur erstellt und ist bei jedem Bauantrag als Pflichtanlage einzureichen.
Anliegerkosten
Als Anliegerkosten bezeichnet man die finanziellen Beiträge, die Grundstückseigentümer an ihre Kommune zahlen müssen, wenn Straßen, Gehwege, Kanäle oder Beleuchtung vor ihrem Grundstück neu gebaut oder erneuert werden. Die rechtliche Grundlage bilden die Kommunalabgabengesetze der Bundesländer sowie das Baugesetzbuch.
Vollständig lesenAnnuität
Die Annuität bezeichnet die gleichbleibende jährliche (oder monatliche) Rate bei einem Immobiliendarlehen. Sie setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Im Laufe der Zeit sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt – die Gesamtrate bleibt jedoch konstant.
Vollständig lesenAnschlussfinanzierung
Wenn die vereinbarte Zinsbindungsfrist eines Immobilienkredits ausläuft, steht in der Regel noch eine Restschuld offen. Die Anschlussfinanzierung regelt, zu welchen Konditionen diese Restschuld weiter getilgt wird. Eigentümer haben dabei drei Möglichkeiten: Prolongation bei der bisherigen Bank, Umschuldung zu einem neuen Kreditgeber ...
Vollständig lesenArbeitszimmer Steuer
Wer einen Raum in der eigenen Immobilie ausschließlich beruflich nutzt, kann die anteiligen Kosten steuerlich geltend machen. Seit 2023 gibt es zwei Varianten: die Homeoffice-Pauschale von 6 Euro pro Tag (maximal 1.260 Euro jährlich) oder den vollen Kostenabzug für ein häusliches Arbeitszimmer, wenn es den Mittelpunkt der gesamten ...
Vollständig lesenAuflassungsvormerkung
Die Auflassungsvormerkung ist eine Eintragung im Grundbuch, die den Käufer einer Immobilie zwischen Kaufvertragsunterzeichnung und endgültiger Eigentumsumschreibung schützt. Sie verhindert, dass der Verkäufer die Immobilie ein zweites Mal verkauft oder mit neuen Grundschulden belastet.
Aufteilungsplan
Der Aufteilungsplan ist eine von der Baubehörde mit Unterschrift und Siegel versehene Bauzeichnung, die die Aufteilung eines Gebäudes in Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum darstellt. Er ist Pflichtbestandteil der Teilungserklärung bei Wohnungseigentum (WEG).
Vollständig lesenAufzugskosten
In Mehrfamilienhäusern mit Aufzug stellen die laufenden Kosten für Wartung, Strom, Versicherung und TÜV-Prüfung einen erheblichen Posten in der Nebenkostenabrechnung dar. Diese Kosten dürfen nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV) auf alle Mieter umgelegt werden – auch auf Bewohner im Erdgeschoss, sofern sie den Aufzug theoretisch ...
Vollständig lesenAußenanlagen Kosten
Zu den Außenanlagen zählen alle baulichen Maßnahmen außerhalb des Gebäudes: Zufahrt, Stellplätze, Terrasse, Gartenmauer, Zaun, Bepflanzung, Entwässerung und Außenbeleuchtung. Als Faustregel gelten 12 bis 18 Prozent der reinen Baukosten für die Gestaltung des Grundstücks. Viele Bauherren unterschätzen diesen Posten erheblich.
B
Bauerwartungsland
Bauerwartungsland ist eine Fläche, die im Flächennutzungsplan einer Gemeinde zwar als zukünftiges Baugebiet vorgesehen ist, für die aber noch kein verbindlicher Bebauungsplan existiert. Der Grundstückspreis liegt typischerweise zwischen dem Wert von Ackerland und dem von Bauland – oft bei 30 bis 50 Prozent des Baulandpreises der Region.
Vollständig lesenBaufinanzierung
Eine Baufinanzierung ist ein zweckgebundenes Darlehen zum Kauf, Bau oder zur Sanierung einer Immobilie. Mehr dazu: Baufinanzierung kalkulieren Sie unterscheidet sich von gewöhnlichen Ratenkrediten durch die Besicherung über eine Grundschuld, deutlich längere Laufzeiten von 15 bis 35 Jahren und niedrigere Zinssätze. Die drei häufigsten ...
Baugenehmigung
Die Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis, ein Bauvorhaben durchzuführen. Sie wird von der unteren Bauaufsichtsbehörde erteilt und bestätigt, dass das geplante Gebäude allen öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht: Bebauungsplan, Landesbauordnung, Brandschutz, Statik und Abstandsflächen. Ohne Baugenehmigung darf – mit ...
Bauherrenmodell
Beim Bauherrenmodell schließen sich mehrere Investoren zusammen, um als Bauherrengemeinschaft eine Immobilie zu errichten oder zu sanieren. Jeder Teilnehmer wird anteilig Eigentümer und kann die Herstellungskosten steuerlich absetzen. Besonders attraktiv ist das Modell bei denkmalgeschützten Gebäuden, wo bis zu 100 Prozent der ...
Vollständig lesenBaukindergeld
Das Baukindergeld war eine Zuschussförderung der KfW-Bank für Familien und Alleinerziehende, die erstmals Wohneigentum erworben haben. Pro Kind wurden 1.200 Euro jährlich über zehn Jahre gezahlt – insgesamt 12.000 Euro pro Kind. Das Programm lief offiziell von 2018 bis 2023 und wurde durch neue Förderprogramme ersetzt.
Vollständig lesenBaulast
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde. Sie wird im Baulastenverzeichnis eingetragen und kann den Wert einer Immobilie erheblich beeinflussen.
Baulasten
Eine Baulast ist eine freiwillige Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Dinge zu tun, zu dulden oder zu unterlassen. Baulasten werden nicht im Grundbuch eingetragen, sondern im Baulastenverzeichnis der Gemeinde geführt. Sie binden auch alle späteren Eigentümer des Grundstücks.
Baumängel
Ein Baumangel liegt vor, wenn die ausgeführte Bauleistung von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit abweicht oder nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Häufige Baumängel betreffen Feuchtigkeit im Keller, mangelhafte Dämmung, Risse im Mauerwerk, undichte Fenster und fehlerhafte Elektroinstallationen. Nach dem BGB ...
Baunebenkosten
Baunebenkosten umfassen sämtliche Ausgaben, die über den reinen Hauspreis hinaus beim Neubau anfallen. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren, Architektenhonorar, Statik, Baugenehmigung, Vermessung, Bodengutachten, Erschließung, Versicherungen und Baustrom. Als Faustregel sollten 15 bis 20 Prozent der Baukosten ...
Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag ist ein Spar- und Darlehensvertrag mit einer Bausparkasse. Er besteht aus zwei Phasen: einer Ansparphase (ca. 7–10 Jahre) und einer anschließenden Darlehensphase mit garantiertem Zinssatz.
Vollständig lesenBauträger
Ein Bauträger ist ein Unternehmen, das auf eigenem oder angekauftem Grundstück Immobilien errichtet und diese vor, während oder nach der Fertigstellung an Käufer veräußert. Anders als ein Generalunternehmer verkauft der Bauträger Grundstück und Gebäude aus einer Hand. Der Bauträgervertrag ist ein kombinierter Kauf- und Werkvertrag und ...
Bauvertrag
Der Bauvertrag regelt die vertragliche Beziehung zwischen Bauherr und Bauunternehmer. Seit 2018 enthält das BGB eigene Regelungen zum Verbraucherbauvertrag (§§ 650i–650n), die privaten Bauherren besonderen Schutz bieten. Dazu gehören ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, die Pflicht zur Baubeschreibung vor Vertragsschluss und die ...
Bebauungsplan (B-Plan)
Der Bebauungsplan (B-Plan) ist ein verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der festlegt, wie Grundstücke in einem bestimmten Gebiet bebaut werden dürfen. Er regelt Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise und überbaubare Grundstücksflächen.
Vollständig lesenBeleihungswert
Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank einer Immobilie bei der Kreditvergabe zugrunde legt. Er liegt in der Regel 10–20 % unter dem Verkehrswert, da die Bank einen Sicherheitsabschlag einrechnet.
Vollständig lesenBereitstellungszinsen
Bereitstellungszinsen fallen an, wenn ein vereinbartes Darlehen von der Bank bereitgehalten, aber vom Kreditnehmer noch nicht abgerufen wird. Die Bank hat das Geld reserviert und kann es nicht anderweitig verleihen. Dafür berechnet sie in der Regel 0,25 Prozent pro Monat auf den noch nicht ausgezahlten Darlehensbetrag – das entspricht ...
Vollständig lesenBeschränkt persönliche Dienstbarkeit
Die beschränkt persönliche Dienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das einer bestimmten Person gestattet, ein fremdes Grundstück in einzelner Beziehung zu nutzen. Im Gegensatz zur Grunddienstbarkeit, die an ein anderes Grundstück gebunden ist, steht dieses Recht einer konkreten natürlichen oder juristischen Person zu. ...
Bestellerprinzip
Das Bestellerprinzip legt fest, dass derjenige die Maklerprovision zahlt, der den Makler beauftragt hat. Bei Mietwohnungen gilt diese Regelung seit Juni 2015 bundesweit: Beauftragt der Vermieter den Makler, trägt er die Courtage. Seit Dezember 2020 gilt zudem bei Kaufimmobilien eine Provisionsteilung, wenn der Makler für beide Seiten ...
Betriebskosten
Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch einer Immobilie entstehen. Sie werden auch als „zweite Miete" bezeichnet und umfassen alle umlagefähigen Nebenkosten gemäß der Betriebskostenverordnung (BetrKV).
Bewirtschaftungskosten
Bewirtschaftungskosten umfassen sämtliche Ausgaben, die für den Betrieb und die Erhaltung einer Immobilie regelmäßig anfallen. Dazu gehören Betriebskosten (Heizung, Wasser, Müll), Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklagen, Mietausfallwagnis und die nicht umlagefähigen Kosten. Für Investoren sind die Bewirtschaftungskosten ...
Vollständig lesenBodenrichtwert
Der Bodenrichtwert gibt den durchschnittlichen Lagewert des Bodens pro Quadratmeter in einer bestimmten Zone an. Er wird von den Gutachterausschüssen der Gemeinden alle zwei Jahre auf Basis tatsächlicher Kaufpreise ermittelt.
Vollständig lesenBruchteilseigentum
Beim Bruchteilseigentum gehört eine Immobilie mehreren Personen, wobei jeder einen ideellen Anteil am gesamten Objekt hält – etwa die Hälfte, ein Drittel oder ein Viertel. Im Gegensatz zum Wohnungseigentum ist beim Bruchteilseigentum keine bestimmte Wohnung einem bestimmten Eigentümer zugeordnet. Jeder Miteigentümer hat Rechte am ...
Bruttorendite
Die Bruttorendite ist die einfachste Kennzahl zur Bewertung einer Immobilie als Kapitalanlage. Sie setzt die jährliche Kaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis – ohne Berücksichtigung von Nebenkosten oder Bewirtschaftungskosten.
Bürge Definition
Bürge - Unter dem Begriff Bürge versteht man eine Person, die sich dazu bereit erklärt, für die Schulden bzw. Verbindlichkeiten einer anderen Person zu haften. Der Bürge ist für die Erfüllung der Schuld verpflichtet. Ein Bürgschaft dient als Sicherheit für den Gläubiger, denn wenn der Schuldner nicht im Stande dazu ist die Schulden zu ...
Vollständig lesenC
Cap-Darlehen
Ein Cap-Darlehen ist ein variabel verzinstes Immobiliendarlehen mit einer vertraglich vereinbarten Zinsobergrenze (Cap). Der Zinssatz passt sich regelmäßig an den Referenzzins (meist EURIBOR) an, kann aber niemals über den festgelegten Höchstsatz steigen. So profitiert der Kreditnehmer von sinkenden Zinsen, ist aber gleichzeitig vor ...
Vollständig lesenCashflow (Immobilien)
Der Cashflow einer Immobilie beschreibt den monatlichen oder jährlichen Überschuss (oder Fehlbetrag) nach Abzug aller Kosten und Finanzierungsraten von den Mieteinnahmen. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt und Gewinn abwirft.
Vollständig lesenCourtage
Courtage ist der Fachbegriff für die Provision, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung eines Kauf- oder Mietvertrags erhält. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt, hat sich aber regional eingependelt: Beim Kauf liegt sie meist bei 3 bis 7 Prozent des Kaufpreises (je nach Bundesland und Vereinbarung), bei der ...
D
Damnum
Das Damnum (auch Disagio oder Abgeld) ist die Differenz zwischen dem Nennbetrag eines Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Vereinbart die Bank ein Darlehen über 200.000 Euro mit 5 Prozent Damnum, zahlt sie nur 190.000 Euro aus. Die einbehaltenen 10.000 Euro gelten als vorausgezahlte Zinsen und senken im Gegenzug den ...
Vollständig lesenDarlehensarten (Immobilienfinanzierung)
Bei der Immobilienfinanzierung stehen verschiedene Darlehensarten zur Verfügung. Jede hat ihre Vor- und Nachteile – die richtige Wahl hängt von der persönlichen Situation und der Marktlage ab.
Dauerwohnrecht
Das Dauerwohnrecht nach § 31 WEG berechtigt eine Person, eine bestimmte Wohnung dauerhaft zu nutzen, ohne Eigentümer zu sein. Es wird im Grundbuch eingetragen und übersteht Eigentümerwechsel. Im Gegensatz zum einfachen Wohnrecht kann ein Dauerwohnrecht veräußert und vererbt werden, was es zu einem handelbaren Vermögenswert macht.
Deckungshypothek
Eine Deckungshypothek ist eine Hypothek, die als Sicherheit für die Emission von Pfandbriefen dient. Pfandbriefbanken vergeben Immobiliendarlehen und refinanzieren sich über Pfandbriefe am Kapitalmarkt. Die zugrunde liegenden Immobilienkredite – und damit die Hypotheken – bilden den Deckungsstock, der die Pfandbrief-Inhaber absichert.
Vollständig lesenDenkmalschutz (Immobilien)
Denkmalgeschützte Immobilien unterliegen besonderen Auflagen bei Umbau und Sanierung, bieten dafür aber attraktive Steuervorteile. Die Einstufung als Denkmal erfolgt durch die zuständige Denkmalschutzbehörde des Bundeslandes.
Dienstbarkeit
Eine Dienstbarkeit ist ein beschränktes dingliches Recht an einem Grundstück, das im Grundbuch (Abteilung II) eingetragen wird. Sie berechtigt eine bestimmte Person oder ein anderes Grundstück zur Nutzung oder schränkt den Eigentümer in der Nutzung ein.
Disagio
Das Disagio (auch Damnum oder Abgeld) bezeichnet den prozentualen Abschlag zwischen dem Nennwert eines Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Es stellt wirtschaftlich eine Vorauszahlung auf die Zinsen dar. Im Gegenzug sinkt der Nominalzins für die gesamte Laufzeit. Das Gegenteil – eine Auszahlung über dem Nennwert – nennt ...
Vollständig lesenDrittverwendungsfähigkeit
Die Drittverwendungsfähigkeit beschreibt, wie leicht eine Immobilie von einem anderen Nutzer als dem aktuellen verwendet werden kann. Eine Standard-Dreizimmerwohnung hat hohe Drittverwendungsfähigkeit – praktisch jeder kann sie nutzen. Ein Spezialgebäude wie eine Autowaschanlage oder ein Kirchengebäude hat dagegen eine sehr geringe ...
Vollständig lesenE
Effektivzins
Der Effektivzins (effektiver Jahreszins) gibt die tatsächlichen jährlichen Kosten eines Kredits als Prozentsatz an. Er berücksichtigt neben dem Nominalzins auch die Tilgungsverrechnung, Bearbeitungsgebühren, Disagio und die Auszahlungshöhe. Banken sind gesetzlich verpflichtet, den Effektivzins nach der Preisangabenverordnung (PAngV) ...
Vollständig lesenEigenbedarfskündigung
Die Eigenbedarfskündigung ist das Recht des Vermieters, einen Mietvertrag zu kündigen, wenn er die Wohnung für sich selbst, Familienangehörige oder Angehörige seines Haushalts benötigt (§ 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB).
Vollständig lesenEigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote gibt an, welchen Anteil des Kaufpreises (inkl. Nebenkosten) ein Käufer aus eigenen Mitteln aufbringt. Sie ist ein entscheidender Faktor für die Zinskonditionen der Bank und das Investitionsrisiko.
Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite misst, wie viel Rendite ein Investor auf sein tatsächlich eingesetztes Eigenkapital erzielt. Sie ist die aussagekräftigste Kennzahl für gehebelte Immobilieninvestments, da sie den Leverage-Effekt der Fremdfinanzierung berücksichtigt.
Vollständig lesenEigenleistung
Eigenleistung (umgangssprachlich „Muskelhypothek") bezeichnet Arbeiten am eigenen Bau- oder Sanierungsprojekt, die der Bauherr selbst oder mit Hilfe von Freunden und Verwandten ausführt. Typische Eigenleistungen sind Malerarbeiten, Bodenbeläge verlegen, Tapezieren, Gartenbau und einfache Trockenbauarbeiten. Komplexe Gewerke wie ...
Vollständig lesenEigentümergemeinschaft
Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) entsteht automatisch, wenn ein Gebäude in Wohnungseigentum aufgeteilt wird. Alle Eigentümer bilden kraft Gesetzes eine Gemeinschaft, die das gemeinschaftliche Eigentum – Dach, Fassade, Treppenhaus, Heizung, Außenanlagen – gemeinsam verwaltet. Die WEG ist seit der Reform 2020 eine rechtsfähige ...
Vollständig lesenEigentümergrundschuld
Eine Eigentümergrundschuld entsteht, wenn der Eigentümer einer Immobilie eine Grundschuld auf sein eigenes Grundstück eintragen lässt oder wenn eine bestehende Fremdgrundschuld nach vollständiger Tilgung des Darlehens automatisch in eine Eigentümergrundschuld umgewandelt wird. Der Eigentümer hält dann selbst das Grundpfandrecht an ...
Eigentümerversammlung
Die Eigentümerversammlung ist das zentrale Beschlussorgan einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Mindestens einmal jährlich lädt der Verwalter zur ordentlichen Versammlung ein. Hier werden der Wirtschaftsplan beschlossen, die Jahresabrechnung genehmigt, der Verwalter bestellt oder abberufen und Instandhaltungsmaßnahmen beschlossen. ...
Vollständig lesenEinheitswert
Der Einheitswert ist ein vom Finanzamt festgestellter Wert einer Immobilie, der als Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer diente. In den alten Bundesländern basiert er auf Wertverhältnissen von 1964, in den neuen Bundesländern auf denen von 1935. Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese veraltete Bewertung 2018 für ...
Einliegerwohnung
Eine Einliegerwohnung ist eine abgeschlossene, eigenständig nutzbare Wohneinheit innerhalb eines Einfamilienhauses. Sie verfügt über einen eigenen Eingang (oder Zugang vom Treppenhaus), Küche oder Kochnische, Bad und mindestens einen Wohnraum. Baurechtlich bleibt das Gebäude ein Einfamilienhaus, da die Einliegerwohnung der ...
Vollständig lesenEndfällige Tilgung
Bei einem endfälligen Darlehen (auch Fälligkeitsdarlehen) zahlt der Kreditnehmer während der gesamten Laufzeit nur die Zinsen. Die vollständige Tilgung erfolgt in einer Summe am Ende der Laufzeit. Um den Rückzahlungsbetrag anzusparen, wird häufig parallel ein Tilgungsträger wie eine Lebensversicherung, ein Bausparvertrag oder ein ...
Vollständig lesenEnergieausweis
Der Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Er ist bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung seit 2014 Pflicht und muss Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden (GEG § 80).
Vollständig lesenErbbaurecht (Erbpacht)
Das Erbbaurecht (umgangssprachlich Erbpacht) ist das vererbliche und veräußerliche Recht, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Der Erbbauberechtigte zahlt dem Grundstückseigentümer einen jährlichen Erbbauzins, besitzt aber das Gebäude.
Erschließungskosten
Erschließungskosten entstehen durch die Anbindung eines Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur: Straße, Gehweg, Trinkwasser, Abwasser, Strom, Gas, Telekommunikation und Regenwasserentsorgung. Man unterscheidet die innere Erschließung (auf dem eigenen Grundstück) und die äußere Erschließung (vom Grundstück bis zum öffentlichen ...
Ertragswertverfahren
Das Ertragswertverfahren ist eine der drei anerkannten Methoden zur Immobilienbewertung in Deutschland (neben Sachwert- und Vergleichswertverfahren). Es wird vor allem bei vermieteten Immobilien und Kapitalanlagen angewendet und orientiert sich am erzielbaren Ertrag.
Vollständig lesenF
Fehlbelegungsabgabe
Die Fehlbelegungsabgabe ist eine Ausgleichszahlung, die Mieter von Sozialwohnungen leisten müssen, wenn ihr Einkommen die Einkommensgrenze für den Bezug einer geförderten Wohnung überschreitet. Sie wurde eingeführt, um den Vorteil der subventionierten Miete abzuschöpfen, wenn die wirtschaftliche Bedürftigkeit nicht mehr gegeben ist. ...
Vollständig lesenFertigstellungsgarantie
Die Fertigstellungsgarantie (auch Fertigstellungsbürgschaft) ist eine Sicherheit, die ein Bauträger oder Generalunternehmer dem Käufer stellt. Eine Bank oder Versicherung garantiert, dass das Bauvorhaben auch dann fertiggestellt wird, wenn der Bauträger zahlungsunfähig wird. Die Garantiesumme entspricht in der Regel den bereits ...
Festzins
Ein Festzins (auch Festzinssatz oder gebundener Sollzins) ist ein Zinssatz, der über eine vertraglich vereinbarte Zeitspanne konstant bleibt. Bei Immobilienfinanzierungen beträgt die Zinsbindung üblicherweise 5 bis 30 Jahre. Während dieser Zeit kann die Bank den Zins weder erhöhen noch senkt er sich bei fallenden Marktzinsen. Nach ...
Vollständig lesenFinanzierungsbestätigung
Eine Finanzierungsbestätigung ist ein Schreiben der Bank, das bestätigt, dass der Käufer für den Erwerb einer bestimmten Immobilie kreditwürdig ist und die Finanzierung grundsätzlich zugesagt wurde. Verkäufer und Makler verlangen dieses Dokument zunehmend vor dem Notartermin, um sicherzugehen, dass der Kaufvertrag nicht an der ...
Flurkarte (Liegenschaftskarte)
Die Flurkarte (auch Liegenschaftskarte oder Katasterkarte) ist die amtliche grafische Darstellung aller Flurstücke eines Bezirks. Sie zeigt Grundstücksgrenzen, Gebäude, Straßen und Gewässer und ist Bestandteil des Liegenschaftskatasters.
Flurstück
Ein Flurstück (auch Parzelle) ist die kleinste katastermäßig erfasste Einheit der Erdoberfläche. Jedes Flurstück hat eine eindeutige Nummer innerhalb einer Flur und Gemarkung und ist im Liegenschaftskataster verzeichnet.
Flurstücknummer
Jedes Grundstück in Deutschland ist durch eine eindeutige Flurstücknummer im Liegenschaftskataster identifiziert. Die Nummer besteht aus Zähler und Nenner (z. B. 127/3) und ist innerhalb einer Flur einmalig. Zusammen mit der Gemarkung und der Flurnummer ergibt sich eine bundesweit eindeutige Kennzeichnung. Das Katasteramt ...
Forward-Darlehen
Ein Forward-Darlehen ist ein Annuitätendarlehen, bei dem der Zinssatz heute vereinbart wird, die Auszahlung aber erst in der Zukunft erfolgt – typischerweise 6 bis 60 Monate später. Es dient dazu, sich aktuelle Zinsen für eine bevorstehende Anschlussfinanzierung zu sichern. Für jeden Monat Vorlaufzeit (Forward-Periode) berechnet die ...
Vollständig lesenFreistellungserklärung
Die Freistellungserklärung (auch Lastenfreistellungserklärung) ist eine Erklärung der Bank des Verkäufers, dass sie bereit ist, die auf der Immobilie lastende Grundschuld nach Kaufpreiszahlung zu löschen.
Fremdkapitalhebel
Der Fremdkapitalhebel (Leverage-Effekt) beschreibt das Phänomen, dass die Eigenkapitalrendite einer Investition steigt, wenn der Fremdkapitalzins unter der Gesamtrendite des Objekts liegt. Je höher der Fremdkapitalanteil, desto stärker wirkt der Hebel. Bei Immobilien lässt sich mit 20 Prozent Eigenkapital und 80 Prozent Bankkredit ...
G
Gebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer vor finanziellen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Optional kann sie um Elementarschadenversicherung (Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch) erweitert werden. Bei finanzierten Immobilien verlangt die Bank den Abschluss einer Gebäudeversicherung als Bedingung für die ...
Vollständig lesenGemarkung
Die Gemarkung ist die größte Flächeneinheit im deutschen Liegenschaftskataster. Sie umfasst ein zusammenhängendes Gebiet, das historisch oft einer Gemeinde oder einem Ortsteil entspricht. Jede Gemarkung ist in Flure unterteilt, die wiederum aus einzelnen Flurstücken bestehen. Die vollständige Katasterbezeichnung eines Grundstücks ...
Gemeinschaftseigentum
Gemeinschaftseigentum bezeichnet bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) alle Teile des Grundstücks und Gebäudes, die nicht zum Sondereigentum gehören. Alle Eigentümer tragen gemeinsam die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung.
Vollständig lesenGeschossflächenzahl (GFZ)
Die Geschossflächenzahl (GFZ) bestimmt das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche. Sie ist neben der GRZ die wichtigste Kennzahl für das Bebauungspotenzial eines Grundstücks.
Gewerbemietvertrag
Der Gewerbemietvertrag regelt die Vermietung von Räumen zu gewerblichen oder freiberuflichen Zwecken: Büros, Ladenlokale, Praxen, Werkstätten oder Gastronomie. Im Gegensatz zum stark regulierten Wohnmietrecht gilt beim Gewerbemietvertrag weitgehende Vertragsfreiheit. Es gibt weder Mietpreisbremse noch Kündigungsschutz – die Parteien ...
Vollständig lesenGlobalurkunde
Eine Globalurkunde ist ein einzelnes Wertpapier, das eine Vielzahl gleichartiger Einzelwertpapiere zusammenfasst und bei einer Wertpapiersammelbank (in Deutschland: Clearstream) verwahrt wird. Im Immobilienbereich sind Globalurkunden vor allem bei Pfandbriefen und Immobilienanleihen relevant. Statt tausende einzelne Pfandbriefe zu ...
Vollständig lesenGrenzbebauung
Von Grenzbebauung spricht man, wenn ein Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze ohne Abstandsfläche errichtet wird. Grundsätzlich schreiben die Landesbauordnungen Mindestabstände zum Nachbargrundstück vor – typischerweise 3 Meter oder 0,4-mal die Gebäudehöhe. Ausnahmen gelten für Garagen, Carports und Nebengebäude bis zu bestimmten ...
Grenzniederschrift
Grenzniederschrift -In der Grenzniederschrift werden die Grundstücksgrenzen zwei benachbarter Grundstückseigentümer von einem Vermessungsingenieurs protokolliert. Sie ist somit die rechtlich-öffentliche Urkunde des Grenzverlaufs. Zum Einsatz kommt die Grenzniederschrift zum Beispiel beim Verkauf Ihrer Grundstücksfläche oder bei ...
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das beim zuständigen Amtsgericht geführt wird und die Eigentumsverhältnisse, Belastungen und Rechte an Grundstücken dokumentiert. Es genießt öffentlichen Glauben – man darf auf die Richtigkeit der Eintragungen vertrauen.
Grundbuchauszug
Der Grundbuchauszug ist eine amtliche Abschrift des Grundbuchblatts einer Immobilie. Er zeigt die vollständige Rechts- und Belastungssituation: Eigentümer (Abteilung I), Lasten und Beschränkungen wie Wegerechte und Wohnrechte (Abteilung II) sowie Grundschulden und Hypotheken (Abteilung III). Das Grundbuch wird bei den Amtsgerichten ...
Grunddienstbarkeit
Eine Grunddienstbarkeit (§ 1018 BGB) ist ein dingliches Recht, das den Eigentümer eines „dienenden" Grundstücks zugunsten des Eigentümers eines „herrschenden" Grundstücks in der Nutzung beschränkt oder zur Duldung verpflichtet.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer, die beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks anfällt. Sie ist der größte Posten unter den Kaufnebenkosten und variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.
Grundflächenzahl
Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, welcher Anteil eines Grundstücks maximal überbaut werden darf. Eine GRZ von 0,4 bedeutet: Auf einem 800 m² Grundstück dürfen höchstens 320 m² Grundfläche mit Gebäuden und Nebenanlagen bedeckt werden. Die GRZ ist im Bebauungsplan festgelegt und nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) für verschiedene ...
Grundflächenzahl (GRZ)
Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Prozent eines Grundstücks maximal überbaut werden darf. Sie ist eine der wichtigsten Festsetzungen im Bebauungsplan und bestimmt maßgeblich das Entwicklungspotenzial eines Grundstücks.
Vollständig lesenGrundpfandrecht
Ein Grundpfandrecht ist ein dingliches Recht an einem Grundstück, das dem Gläubiger erlaubt, bei Zahlungsausfall die Zwangsversteigerung zu betreiben und sich aus dem Erlös zu befriedigen. Die beiden wichtigsten Formen sind die Grundschuld und die Hypothek. In der Praxis dominiert die Grundschuld mit über 95 Prozent aller ...
Grundschuld
Die Grundschuld ist ein Pfandrecht an einem Grundstück, das der Bank als Sicherheit für ein Darlehen dient. Sie wird in Abteilung III des Grundbuchs eingetragen und ist das in Deutschland übliche Sicherungsinstrument bei der Immobilienfinanzierung.
Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine jährliche Steuer, die von der Gemeinde auf Grundbesitz erhoben wird. Seit der Reform 2022 wird sie nach einem neuen Berechnungsmodell ermittelt, das seit dem 1. Januar 2025 gilt.
Vollständig lesenGrundsteuermessbetrag
Der Grundsteuermessbetrag ist das Ergebnis der Multiplikation von Grundsteuerwert und Steuermesszahl. Er wird vom Finanzamt festgesetzt und dient der Gemeinde als Berechnungsgrundlage für die endgültige Grundsteuer.
Vollständig lesenGrundstücksgleiche Rechte
Grundstücksgleiche Rechte sind Rechte, die zwar kein Eigentum an einem Grundstück begründen, aber rechtlich wie Grundstücke behandelt werden. Sie erhalten ein eigenes Grundbuchblatt, können mit Grundpfandrechten belastet und wie Grundstücke übertragen werden. Die wichtigsten Formen sind das Erbbaurecht, das Wohnungseigentum und das ...
Grundstücksteilung
Bei einer Grundstücksteilung wird ein Flurstück in zwei oder mehr eigenständige Flurstücke aufgeteilt. Dazu beauftragt der Eigentümer einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur, der die neuen Grenzen vermisst und beim Katasteramt beantragt. Die Teilung wird im Grundbuch vollzogen, indem für das abgeteilte Flurstück ein neues ...
Gutachterausschuss
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ist ein unabhängiges Sachverständigengremium, das bei jeder Kreisverwaltung oder kreisfreien Stadt angesiedelt ist. Seine Kernaufgaben: Bodenrichtwerte ermitteln, Grundstücksmarktberichte veröffentlichen und auf Antrag Verkehrswertgutachten erstellen. Basis sind alle notariell beurkundeten ...
H
Haftungsfreistellung
Die Haftungsfreistellung (auch Freistellungserklärung oder Lastenfreistellungszusage) ist eine Erklärung der finanzierenden Bank des Verkäufers, dass sie einer Löschung ihrer Grundschuld zustimmt, sobald der Kaufpreis eingegangen ist. Der Notar benötigt diese Erklärung, um dem Käufer ein lastenfreies Grundstück übertragen zu können.
Vollständig lesenHausgeld
Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Wohnungseigentümer an die WEG-Verwaltung zahlt. Es deckt die laufenden Kosten des Gemeinschaftseigentums und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage.
Vollständig lesenHausgeldabrechnung
Die Hausgeldabrechnung (Jahresabrechnung nach WEG) ist die jährliche Abrechnung aller Einnahmen und Ausgaben der Wohnungseigentümergemeinschaft. Der Verwalter erstellt sie für das abgelaufene Wirtschaftsjahr und legt sie der Eigentümerversammlung zur Beschlussfassung vor. Sie gliedert sich in die Gesamtabrechnung der WEG und die ...
Vollständig lesenHausverwaltung (WEG-Verwaltung)
Die Hausverwaltung (WEG-Verwaltung) ist die professionelle Betreuung einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Seit der WEG-Reform 2020 hat jeder Eigentümer Anspruch auf Bestellung eines zertifizierten Verwalters (ab 2024).
Vollständig lesenHerstellungskosten
Herstellungskosten einer Immobilie umfassen alle Aufwendungen, die durch den Bau oder die wesentliche Verbesserung eines Gebäudes entstehen. Dazu gehören Materialkosten, Handwerkerleistungen, Architektenhonorar, Baugenehmigungsgebühren und Bauzeitzinsen. Steuerlich werden Herstellungskosten nicht sofort abgesetzt, sondern über die ...
Vollständig lesenHöchstbetragshypothek
Die Höchstbetragshypothek ist eine Sonderform der Hypothek, bei der nur der Höchstbetrag festgelegt wird, bis zu dem das Grundstück haftet. Die konkrete Forderungshöhe kann variieren, darf aber den eingetragenen Höchstbetrag nicht überschreiten. Sie eignet sich für Kreditlinien und Kontokorrentkredite, deren Höhe schwankt – typisch ...
Hypothek
Die Hypothek ist ein Grundpfandrecht, bei dem ein Grundstück als Sicherheit für ein Darlehen dient. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek akzessorisch – sie ist direkt an die zugrunde liegende Forderung gebunden und erlischt automatisch mit der Tilgung.
I
Immobilien-AIF
Ein Immobilien-AIF (Alternativer Investmentfonds) ist ein geschlossener Immobilienfonds, der seit 2013 unter die Regulierung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) fällt. Er sammelt Kapital von Anlegern ein, um in bestimmte Immobilienprojekte zu investieren – etwa Bürogebäude, Einkaufszentren oder Wohnportfolios. Die Mindestanlagesumme ...
Vollständig lesenImmobilienbewertung
Die Immobilienbewertung ermittelt den Marktwert (Verkehrswert) einer Immobilie. In Deutschland sind drei genormte Verfahren gemäß ImmoWertV anerkannt, die je nach Objektart angewendet werden.
Vollständig lesenImmobilienblase
Eine Immobilienblase entsteht, wenn Immobilienpreise über einen längeren Zeitraum deutlich schneller steigen als Mieten, Einkommen und wirtschaftliche Fundamentaldaten es rechtfertigen. Platzt die Blase, fallen die Preise rapide – mit teilweise dramatischen Folgen für Eigentümer und Banken.
Immobilienfinanzierung
Die Immobilienfinanzierung umfasst alle Formen der Kapitalbeschaffung für den Kauf, Bau oder die Sanierung einer Immobilie. In Deutschland wird der größte Teil (60–80 %) über Bankdarlehen finanziert, der Rest durch Eigenkapital.
Immobilienfonds
Immobilienfonds bündeln Kapital vieler Anleger, um in Immobilien zu investieren. Man unterscheidet offene Immobilienfonds (OIF), die börsentäglich Anteile ausgeben und zurücknehmen, und geschlossene Immobilienfonds (AIF), bei denen Anleger über die gesamte Laufzeit gebunden sind. Offene Fonds investieren breit gestreut in zahlreiche ...
Vollständig lesenImmobilienindex
Ein Immobilienindex misst die Preisentwicklung von Immobilien über einen bestimmten Zeitraum. In Deutschland gibt es mehrere relevante Indizes: den EPX (Europace Hauspreis-Index), den vdp-Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken, den IMX von ImmoScout24 und den Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes. Jeder ...
Vollständig lesenImmobilienkredit
Ein Immobilienkredit ist ein langfristiges Darlehen, das durch eine Grundschuld auf die finanzierte Immobilie besichert wird. Die Kreditlaufzeit beträgt typischerweise 25 bis 35 Jahre bei Zinsbindungen zwischen 5 und 30 Jahren. Banken prüfen vor der Vergabe drei Kriterien: Bonität des Kreditnehmers (Einkommen, SCHUFA), ...
Vollständig lesenImmobilienmakler
Ein Immobilienmakler vermittelt den Kauf, Verkauf oder die Vermietung von Immobilien gegen Provision. Seit dem Gesetz zur Teilung der Maklerprovision (2020) müssen sich Käufer und Verkäufer bei Wohnimmobilien die Kosten hälftig teilen.
Indexmiete
Bei einer Indexmiete (§ 557b BGB) wird die Miete an den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamtes gekoppelt. Steigt die Inflation, darf der Vermieter die Miete entsprechend anpassen – ohne Vergleichsmiete oder Mietspiegel.
Vollständig lesenInstandhaltungsrücklage
Die Instandhaltungsrücklage ist eine Pflicht-Rücklage der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) für künftige Reparaturen, Sanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum. Sie wird über das monatliche Hausgeld angespart.
Investition
Investition - Eine Investition wird im vereinfachten Sinne als ein Aufwand finanzieller Mittel in Vermögensgegenstände, welche langfristig den eigenen Wert oder Gewinn steigern. Ein Synonym wird für Investition ist auch Kapitalanlage. Vor jeder Investition steht ein Plan mit dem Entscheidungen getroffen werden, wie genau das Geld ...
Vollständig lesenInvestitionsabzugsbetrag
Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG erlaubt es Vermietern, bis zu 50 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts bereits vor dessen Kauf steuerlich geltend zu machen. Bei Immobilien betrifft dies nicht das Gebäude selbst, sondern bewegliche Wirtschaftsgüter wie Einbauküchen, Markisen oder ...
Vollständig lesenJ
Jahresabrechnung WEG
Die WEG-Jahresabrechnung ist die Pflichtabrechnung des Verwalters über alle Einnahmen und Ausgaben der Eigentümergemeinschaft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Sie muss nach § 28 WEG als reine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (Zufluss-Abfluss-Prinzip) erstellt werden und enthält sowohl die Gesamtabrechnung als auch die Einzelabrechnungen ...
Vollständig lesenJahreskaltmiete
Die Jahreskaltmiete (auch Jahresnettokaltmiete) ist die Summe aller monatlichen Kaltmieten eines Jahres – also 12 × Kaltmiete. Sie ist die zentrale Größe für die Berechnung von Bruttorendite, Nettorendite und Kaufpreisfaktor.
K
Kaltmiete
Die Kaltmiete (auch Nettokaltmiete) ist die reine Miete für die Nutzung der Wohnfläche – ohne Nebenkosten, Heizung und sonstige Betriebskosten. Sie ist die Basis für die Berechnung von Renditen und die Vergleichbarkeit von Mietobjekten.
Vollständig lesenKapitalanlage (Immobilien)
Eine Immobilie als Kapitalanlage bedeutet, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, um sie zu vermieten und durch Mieteinnahmen, Steuervorteile und Wertsteigerung Vermögen aufzubauen. Sie gilt als eine der beliebtesten Anlageformen in Deutschland.
Kapitaldienstfähigkeit
Die Kapitaldienstfähigkeit bezeichnet die nachhaltige Fähigkeit eines Kreditnehmers, die vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen dauerhaft aus seinem verfügbaren Einkommen zu bedienen. Banken prüfen dieses Kriterium vor jeder Kreditvergabe anhand einer Haushaltsrechnung: Nettoeinkommen abzüglich aller Lebenshaltungskosten, ...
Vollständig lesenKataster (Liegenschaftskataster)
Das Liegenschaftskataster ist das amtliche Verzeichnis aller Flurstücke (Grundstücke) und Gebäude in Deutschland. Es dokumentiert die Lage, Geometrie, Nutzung und Größe jedes Flurstücks und bildet zusammen mit dem Grundbuch das Fundament des Immobilienrechts.
Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten sind alle zusätzlichen Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem Kaufpreis anfallen. Sie betragen je nach Bundesland und Maklervereinbarung zwischen 9 % und 15 % des Kaufpreises und müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden.
Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger)
Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger oder Multiplikator) gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis einer Immobilie entsprechen. Er ist das Gegenstück zur Bruttorendite und zeigt, nach wie vielen Jahren sich der Kaufpreis durch Mieteinnahmen amortisiert hat.
Vollständig lesenKaution
Die Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung des Mieters an den Vermieter, die Ansprüche aus dem Mietverhältnis absichern soll – insbesondere ausstehende Mietzahlungen, Nebenkostennachforderungen und Schäden an der Mietsache. Nach § 551 BGB darf die Kaution maximal drei Nettokaltmieten betragen. Der Mieter kann die Kaution in drei ...
Vollständig lesenKfW-Förderung
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für energetische Sanierung, altersgerechten Umbau und den Erwerb energieeffizienter Neubauten. Die Förderung kann die Finanzierungskosten erheblich senken.
Kleinreparaturklausel
Die Kleinreparaturklausel ist eine mietvertragliche Vereinbarung, die den Mieter verpflichtet, die Kosten für kleine Reparaturen an Gegenständen zu tragen, die seinem häufigen Zugriff unterliegen: Wasserhähne, Türklinken, Lichtschalter, Rollladengurte oder Duschköpfe. Ohne wirksame Klausel im Mietvertrag müsste der Vermieter alle ...
Vollständig lesenKommunalabgaben
Kommunalabgaben sind alle finanziellen Leistungen, die Grundstückseigentümer an ihre Gemeinde zahlen müssen. Sie umfassen Steuern (vor allem die Grundsteuer B), Beiträge (Erschließungsbeiträge, Ausbaubeiträge) und Gebühren (Wasser, Abwasser, Müll, Straßenreinigung). Die rechtliche Grundlage bilden die Kommunalabgabengesetze der ...
Kontaminierung Grundstück
Eine Grundstückskontaminierung liegt vor, wenn Schadstoffe den Boden oder das Grundwasser verunreinigen. Typische Kontaminanten sind Mineralöle (Tankstellen, Heizöltanks), Schwermetalle (Industriestandorte), chlorierte Kohlenwasserstoffe (chemische Reinigungen) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (Gaswerke). Das ...
Kredit ohne Eigenkapital
Bei einem Kredit ohne Eigenkapital (Vollfinanzierung) finanziert die Bank den kompletten Kaufpreis einer Immobilie. Bei einer 110-Prozent-Finanzierung werden sogar die Kaufnebenkosten mitfinanziert. Solche Finanzierungen sind möglich, aber an strenge Voraussetzungen geknüpft: überdurchschnittliches Einkommen, sichere Beschäftigung, ...
Kündigungssperrfrist
Die Kündigungssperrfrist schützt Mieter vor einer Eigenbedarfskündigung nach der Umwandlung einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung. Der neue Eigentümer darf frühestens nach Ablauf der Sperrfrist wegen Eigenbedarf kündigen (§ 577a BGB).
L
Lastenfreistellung
Die Lastenfreistellung ist der Vorgang, bei dem alle nicht übernommenen Belastungen aus dem Grundbuch eines verkauften Grundstücks gelöscht werden. Insbesondere betrifft dies Grundschulden und Hypotheken aus der Finanzierung des Verkäufers. Der Notar koordiniert den Prozess: Er holt die Löschungsbewilligung der Verkäuferbank ein und ...
Leibrente (Immobilien)
Die Leibrente ist eine Möglichkeit, eine Immobilie zu verkaufen und trotzdem darin wohnen zu bleiben. Der Käufer zahlt statt eines einmaligen Kaufpreises eine monatliche Rente bis zum Lebensende des Verkäufers, der ein lebenslanges Wohnrecht behält.
Liegenschaftszins
Der Liegenschaftszins ist die marktübliche Verzinsung, die Käufer für eine bestimmte Immobilienart und Lage erwarten. Er ist ein zentraler Parameter im Ertragswertverfahren und wird von den Gutachterausschüssen aus tatsächlichen Kaufpreisen abgeleitet.
Vollständig lesenLöschungsbewilligung
Die Löschungsbewilligung ist eine notariell beglaubigte Erklärung der Bank, dass sie der Löschung der zu ihren Gunsten eingetragenen Grundschuld im Grundbuch zustimmt. Sie wird nach vollständiger Tilgung des Darlehens oder im Zuge eines Immobilienverkaufs ausgestellt. Die Bank ist nach Tilgung verpflichtet, die Löschungsbewilligung zu ...
M
Maklercourtage (Provision)
Die Maklercourtage (Maklerprovision) ist die Vergütung für den Immobilienmakler bei erfolgreicher Vermittlung. Seit dem 23.12.2020 gilt für Wohnimmobilien: Der Käufer zahlt maximal so viel wie der Verkäufer (§ 656c BGB).
Maklerprovision (Teilung)
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland das Gesetz zur Halbteilung der Maklerprovision bei Wohnimmobilien. Der Käufer zahlt maximal so viel Provision wie der Verkäufer – eine Regelung, die Käufer vor überhöhten Maklerkosten schützt.
Mietausfallwagnis
Das Mietausfallwagnis ist ein kalkulatorischer Abzug bei der Nettorendite-Berechnung, der das Risiko von Leerstand, Mieterwechsel und Mietausfall berücksichtigt. Es wird üblicherweise mit 2–4 % der Jahreskaltmiete angesetzt.
Vollständig lesenMietkauf
Beim Mietkauf erwirbt der Mieter das Recht, die gemietete Immobilie nach einer vereinbarten Zeit zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen. Ein Teil der gezahlten Miete wird auf den Kaufpreis angerechnet. Es gibt zwei Varianten: den klassischen Mietkauf mit verbindlicher Kaufverpflichtung und den Optionskauf, bei dem der Mieter ein ...
Vollständig lesenMietminderung
Das Recht zur Mietminderung nach § 536 BGB steht dem Mieter zu, wenn die Mietsache einen Mangel aufweist, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch mehr als unerheblich beeinträchtigt. Die Minderung tritt kraft Gesetzes ein – der Mieter muss sie nicht beantragen, aber den Mangel dem Vermieter unverzüglich anzeigen. Die Höhe ...
Vollständig lesenMietpool
Ein Mietpool ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen mehreren Eigentümern in einem Mehrfamilienhaus, ihre Mieteinnahmen in einen gemeinsamen Topf zu geben und nach Eigentumsanteilen aufzuteilen. Ziel ist die Risikominimierung bei Leerstand: Steht eine Wohnung leer, tragen alle Pool-Teilnehmer den Ausfall anteilig. Mietpools wurden ...
Vollständig lesenMietpreisbremse
Die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) begrenzt die Miethöhe bei Neuvermietungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Die Miete darf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
Vollständig lesenMietrendite
Die Mietrendite setzt die jährlichen Mieteinnahmen ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie. Die Bruttomietrendite berechnet sich als Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis (ohne Nebenkosten). Die Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten und die Kaufnebenkosten – sie liegt ...
Mietsicherheit
Mietsicherheit ist der Oberbegriff für alle Sicherheitsleistungen, die ein Mieter dem Vermieter zur Absicherung von Ansprüchen aus dem Mietverhältnis stellt. Die häufigsten Formen sind die Barkaution, die Mietkautionsbürgschaft einer Bank, die Mietkautionsversicherung und die Elternbürgschaft bei jungen Mietern. Alle Formen ...
Vollständig lesenMietspiegel
Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten in einer Gemeinde. Er dient als Orientierung bei Mieterhöhungen, Neuvermietungen und der Mietpreisbremse und ist in der Regel alle zwei Jahre zu aktualisieren.
Mietvertrag
Der Wohnraummietvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Mieter und Vermieter. Er kann mündlich oder schriftlich geschlossen werden, wobei die Schriftform dringend empfohlen wird. Das Wohnraummietrecht (§§ 535-580a BGB) ist stark zugunsten des Mieters reguliert – viele Klauseln, die Vermieter in Standardverträge aufnehmen, ...
Vollständig lesenMiteigentumsanteil (MEA)
Der Miteigentumsanteil (MEA) ist ein rechnerischer Bruchteil am Gemeinschaftseigentum einer WEG. Er bestimmt das Stimmrecht in der Eigentümerversammlung und die Verteilung der Kosten – und ist im Grundbuch sowie in der Teilungserklärung festgelegt.
Modernisierungsumlage
Die Modernisierungsumlage erlaubt es Vermietern, einen Teil der Kosten für wertsteigernde Maßnahmen auf die Miete umzulegen. Seit 2019 dürfen maximal 8 % der Modernisierungskosten (statt zuvor 11 %) jährlich auf die Miete aufgeschlagen werden.
Vollständig lesenMuskelhypothek
Die Muskelhypothek bezeichnet Eigenleistungen des Bauherrn beim Hausbau oder bei der Renovierung, die von der Bank als Eigenkapitalersatz anerkannt werden können. Der Bauherr bringt statt Geld seine Arbeitskraft ein.
Vollständig lesenN
Nachfinanzierung
Eine Nachfinanzierung wird nötig, wenn die ursprünglich kalkulierten Bau- oder Kaufkosten überschritten werden und das vorhandene Kapital sowie der bestehende Kredit nicht ausreichen. Typische Ursachen sind unterschätzte Baunebenkosten, ungeplante Sanierungen, Baumängel, Baupreissteigerungen oder vergessene Posten wie Außenanlagen und ...
Vollständig lesenNachrangdarlehen
Ein Nachrangdarlehen ist ein Kredit, der im Grundbuch hinter einer bereits bestehenden erstrangigen Grundschuld eingetragen wird. Bei einer Zwangsversteigerung wird der nachrangige Gläubiger erst bedient, nachdem der erstrangige vollständig befriedigt wurde. Dieses höhere Risiko spiegelt sich in deutlich höheren Zinssätzen wider – ...
Nebenkostenabrechnung
Die Nebenkostenabrechnung (Betriebskostenabrechnung) ist die jährliche Abrechnung der tatsächlich angefallenen Betriebskosten gegenüber dem Mieter. Der Vermieter muss sie spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen.
Vollständig lesenNegativbescheinigung
Die Negativbescheinigung (auch Negativzeugnis oder Vorkaufsrechtsverzichtserklärung) ist eine Erklärung der Gemeinde, dass sie auf die Ausübung ihres gesetzlichen Vorkaufsrechts nach dem Baugesetzbuch verzichtet. Der Notar beantragt diese Bescheinigung im Rahmen des Kaufvertragsvollzugs bei der Gemeinde. Erst nach Eingang der ...
Nettorendite (Immobilien)
Die Nettorendite berücksichtigt im Gegensatz zur Bruttorendite alle laufenden Kosten und die Kaufnebenkosten. Sie zeigt die tatsächliche Rendite auf das investierte Kapital und ist die aussagekräftigere Kennzahl für Immobilieninvestoren.
Nichtabnahmeentschädigung
Die Nichtabnahmeentschädigung ist eine Forderung der Bank, wenn ein Kreditnehmer ein bereits zugesagtes Darlehen nicht oder nicht vollständig abruft. Die Bank hat sich das Geld zu bestimmten Konditionen refinanziert und erleidet durch die Nichtabnahme einen finanziellen Nachteil. Die Berechnung erfolgt analog zur ...
Vollständig lesenNießbrauch
Der Nießbrauch (§ 1030 BGB) ist das umfassendste Nutzungsrecht an einer Immobilie. Der Nießbraucher darf die Immobilie nutzen und alle Erträge (Mieten) behalten, obwohl er nicht Eigentümer ist. Das Recht wird im Grundbuch (Abteilung II) eingetragen.
Nießbrauch
Nießbrauch – Ein Nießbrauch kann an beweglichen Dingen, Grundstücken, einem Vermögen und einzelnen Rechten gehandhabt werden. Die formelle Inhaberschaft an einem Recht und die Nutzungsmöglichkeit werden unterschieden. Der Nießbraucher hat das Recht auf die Nutzung einer bestimmten Sache, darf diese aber nicht verändern. Das ...
Vollständig lesenNominalzins
Der Nominalzins (auch Sollzins) ist der reine Zinssatz, den die Bank für die Bereitstellung des Darlehens berechnet – ohne Berücksichtigung von Gebühren, Disagio oder Tilgungsverrechnung. Er dient als Basis für die Berechnung der monatlichen Zinsbelastung: Darlehenssumme multipliziert mit dem Nominalzins geteilt durch 12 ergibt die ...
Vollständig lesenNotarkosten (Immobilienkauf)
Die Notarkosten beim Immobilienkauf betragen ca. 1,5 % des Kaufpreises und umfassen die Beurkundung des Kaufvertrags, die Abwicklung des Eigentumsübergangs und diverse Eintragungen im Grundbuch.
Notarvertrag
Notarvertrag – Ein Notarvertrag ist eine notarielle Beurkundung darüber, dass ein Immobilienverkauf stattgefunden hat. Der Notar muss sich bei Erstellung des Notarvertrages nach Notarordnungen richten. Der Notarvertrag ist die Voraussetzung dafür, dass die Änderung der Rechtsverhältnisse im Grundbuch stattfinden können.
Nutzungsentschädigung
Die Nutzungsentschädigung nach § 546a BGB ist eine Zahlung, die ein Mieter leisten muss, wenn er die Wohnung nach Ende des Mietverhältnisses nicht zurückgibt. Sie beträgt mindestens die vereinbarte Miete, der Vermieter kann aber auch die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen, wenn diese höher ist. Darüber hinaus kann der Vermieter ...
Vollständig lesenO
Objektrendite
Die Objektrendite misst die Rendite einer Immobilie unabhängig von der Finanzierungsstruktur – also so, als wäre sie komplett bar bezahlt worden. Sie ermöglicht den fairen Vergleich verschiedener Objekte, da der Leverage-Effekt der Finanzierung herausgerechnet wird.
Objektverbrauch
Der Objektverbrauch ist ein steuerrechtliches Prinzip, das besagt, dass bestimmte Steuervergünstigungen für selbstgenutzte Immobilien nur einmal (bei Ehepaaren zweimal) in Anspruch genommen werden können. Das betraf insbesondere die frühere Eigenheimzulage und den § 10e EStG. Auch wenn die Eigenheimzulage 2006 abgeschafft wurde, wirkt ...
Vollständig lesenP
Pacht
Die Pacht unterscheidet sich von der Miete durch ein entscheidendes Merkmal: Der Pächter darf nicht nur die Sache nutzen, sondern auch die „Früchte" daraus ziehen – also wirtschaftlichen Ertrag erwirtschaften. Typische Pachtgegenstände sind landwirtschaftliche Flächen, Gaststätten, Arztpraxen und gewerbliche Betriebe. Der Pachtzins ...
Vollständig lesenPfandbrief
Der Pfandbrief ist ein von Pfandbriefbanken ausgegebenes Schuldverschreibung, die durch Immobilienkredite (Hypothekenpfandbrief) oder öffentliche Darlehen (Öffentlicher Pfandbrief) besichert ist. Das Pfandbriefgesetz regelt strenge Qualitätsanforderungen: Die Deckungsmasse muss den umlaufenden Pfandbriefen jederzeit wertmäßig ...
Vollständig lesenPreissteigerungsrate
Die Preissteigerungsrate gibt an, um wie viel Prozent sich die Immobilienpreise in einem bestimmten Zeitraum verändert haben. Sie wird als jährliche Rate oder kumuliert über mehrere Jahre angegeben. In Deutschland sind die Immobilienpreise zwischen 2010 und 2022 im Bundesdurchschnitt um etwa 75 bis 100 Prozent gestiegen – in ...
Vollständig lesenProlongation (Anschlussfinanzierung)
Die Prolongation ist die Verlängerung eines bestehenden Immobiliendarlehens bei der gleichen Bank nach Ablauf der Zinsbindung. Die Bank unterbreitet ein Angebot mit neuen Konditionen – der Kreditnehmer kann annehmen oder zu einer anderen Bank wechseln (Umschuldung).
Q
Qualifizierter Mietspiegel
Ein qualifizierter Mietspiegel wird nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde sowie Interessenvertretern (Mieterverein, Eigentümerverband) anerkannt. Er bildet die ortsübliche Vergleichsmiete für verschiedene Wohnungstypen ab und muss alle zwei Jahre angepasst und alle vier Jahre neu erstellt ...
Vollständig lesenR
Rangbescheinigung
Die Rangbescheinigung ist eine Erklärung des Notars gegenüber der finanzierenden Bank, dass die Grundschuld des Käufers mit dem vereinbarten Rang im Grundbuch eingetragen werden wird. Da die tatsächliche Grundbucheintragung Wochen dauern kann, ermöglicht die Rangbescheinigung eine vorzeitige Auszahlung des Darlehens – noch bevor die ...
Realkredit
Ein Realkredit ist ein langfristiger Kredit, der durch ein erstrangiges Grundpfandrecht abgesichert ist und maximal 60 Prozent des Beleihungswerts der Immobilie ausmacht. Diese Grenze entspricht der Deckungsfähigkeit für Pfandbriefe. Da das Ausfallrisiko bei einer so konservativen Beleihung sehr gering ist, bieten Banken für ...
Vollständig lesenRendite (Immobilien)
Die Rendite gibt an, wie profitabel eine Immobilieninvestition ist. Es gibt verschiedene Renditekennzahlen, die jeweils unterschiedliche Aspekte beleuchten – von der einfachen Bruttorendite bis zur detaillierten Eigenkapitalrendite.
Renditedreieck (Immobilien)
Das Renditedreieck beschreibt den Zusammenhang zwischen den drei wichtigsten Faktoren einer Immobilieninvestition: Kaufpreis, Miete und Standort. Die Balance dieser drei Faktoren bestimmt den langfristigen Erfolg eines Investments.
Restschuld
Die Restschuld ist der noch offene Betrag eines Immobiliendarlehens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Am Ende der Zinsbindung muss sie durch Prolongation, Umschuldung oder Ablösung weiterfinanziert werden.
Vollständig lesenRückauflassungsvormerkung
Die Rückauflassungsvormerkung ist eine im Grundbuch eingetragene Sicherung, die dem früheren Eigentümer das Recht gibt, das Grundstück unter bestimmten Bedingungen zurückzufordern. Sie wird häufig bei Grundstücksschenkungen (Rückforderung bei Verarmung des Schenkers oder Undank des Beschenkten), bei Erbbaurechten und bei kommunalen ...
Rücklagenkonto WEG
Das Rücklagenkonto (Erhaltungsrücklage, ehemals Instandhaltungsrücklage) ist ein separates Bankkonto, auf dem die Eigentümergemeinschaft Geld für zukünftige Erhaltungsmaßnahmen anspart. Jeder Eigentümer zahlt monatlich einen festgelegten Betrag ein, der im Wirtschaftsplan beschlossen wird. Die Rücklage gehört der Gemeinschaft, nicht ...
Vollständig lesenS
Sachwertverfahren
Das Sachwertverfahren ermittelt den Immobilienwert anhand der Herstellungskosten des Gebäudes minus Alterswertminderung, zuzüglich des Bodenwerts. Es wird vor allem bei selbstgenutzten Immobilien und speziellen Objekten angewendet, für die keine Vergleichs- oder Ertragswerte vorliegen.
Vollständig lesenSchönheitsreparaturen
Schönheitsreparaturen umfassen das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Heizkörper, Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen. Grundsätzlich ist der Vermieter für die Instandhaltung der Mietsache verantwortlich. Durch eine wirksame Mietvertragsklausel kann die Pflicht zu ...
Vollständig lesenSelbstauskunft
Die Mieterselbstauskunft ist ein Fragebogen, den Vermieter von Mietinteressenten ausfüllen lassen, um deren Eignung als Mieter zu prüfen. Sie enthält Fragen zu persönlichen Daten, Einkommen, Beschäftigungsverhältnis, Anzahl der einziehenden Personen und eventuellen Insolvenzverfahren. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, eine ...
Vollständig lesenSicherungsübereignung
Bei der Sicherungsübereignung überträgt der Kreditnehmer das Eigentum an beweglichen Sachen (nicht an Grundstücken) an den Kreditgeber als Sicherheit. Die Besitzübertragung erfolgt nur mittelbar – der Schuldner behält den Besitz und die Nutzung. Im Immobilienbereich kommt die Sicherungsübereignung bei Gebäudezubehör, Inventar ...
Vollständig lesenSollzins
Der Sollzins (früher: Nominalzins) ist der im Kreditvertrag vereinbarte Zinssatz, den der Kreditnehmer für die Überlassung des Darlehensbetrags zahlt. Er kann für eine bestimmte Zeitspanne festgeschrieben (gebundener Sollzins) oder variabel sein (veränderlicher Sollzins). Der Sollzins ist die Grundlage für die Berechnung der ...
Vollständig lesenSondereigentum
Sondereigentum ist der Teil einer Eigentumswohnung, der einem einzelnen Eigentümer gehört. Es umfasst die Wohnung selbst sowie bestimmte Räume und Anlagen, die im Aufteilungsplan als Sondereigentum gekennzeichnet sind.
Sondernutzungsrecht
Das Sondernutzungsrecht gewährt einem einzelnen Eigentümer das exklusive Nutzungsrecht an einem Teil des Gemeinschaftseigentums. Typische Beispiele sind Gartenflächen, Terrassen, Stellplätze oder Kellerräume.
Vollständig lesenSondertilgung
Die Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Zahlung auf ein Immobiliendarlehen, die über die reguläre monatliche Rate hinausgeht. Sie reduziert die Restschuld schneller und spart dadurch Zinsen über die gesamte Laufzeit.
Vollständig lesenSpekulationssteuer (Immobilien)
Die Spekulationssteuer fällt an, wenn eine Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach Erwerb mit Gewinn verkauft wird (§ 23 EStG). Der Gewinn wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert – das kann bis zu 45 % betragen.
Staffelmiete
Bei der Staffelmiete (§ 557a BGB) werden die Mieterhöhungen bereits bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt. Die Miete steigt in vereinbarten Zeitabständen um einen festen Betrag.
Vollständig lesenSteuerliche Absetzung
Vermieter können zahlreiche Kosten steuerlich geltend machen und so ihre Steuerlast erheblich senken. Die wichtigsten absetzbaren Posten sind: Gebäudeabschreibung (AfA), Schuldzinsen, Grundsteuer, Versicherungen, Verwaltungskosten, Instandhaltung, Fahrtkosten zum Objekt und Kosten für Handwerker und Dienstleister. Diese Aufwendungen ...
Vollständig lesenStille Reserve
Stille Reserven (auch stille Rücklagen) entstehen, wenn der tatsächliche Marktwert einer Immobilie über dem Buchwert liegt. Der Buchwert sinkt durch die jährliche Abschreibung (AfA), während der Marktwert in guten Lagen steigt. Die Differenz – die stille Reserve – ist ein nicht bilanziell erfasster Vermögenswert, der erst beim Verkauf ...
Vollständig lesenStundungszinsen
Stundungszinsen fallen an, wenn eine fällige Zahlung auf Antrag oder kraft Gesetzes aufgeschoben wird. Im Immobilienkontext sind Stundungszinsen bei der Grunderwerbsteuer (wenn das Finanzamt Ratenzahlung gewährt), bei gestundeten Erschließungsbeiträgen und bei aufgeschobenen Erbschaft- oder Schenkungsteuern auf Immobilienvermögen ...
T
Teileigentum
Teileigentum ist nach § 1 Abs. 3 WEG das Sondereigentum an Räumen, die nicht zu Wohnzwecken dienen – also Gewerbe, Büros, Praxen, Ladengeschäfte oder Kellerräume. Es funktioniert analog zum Wohnungseigentum: Der Teileigentümer hat sein Sondereigentum plus einen Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum. Er ist Teil der ...
Teilungserklärung
Die Teilungserklärung ist das Gründungsdokument einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Sie legt fest, wie ein Gebäude in Sonder- und Gemeinschaftseigentum aufgeteilt wird und welche Rechte und Pflichten die einzelnen Eigentümer haben.
Teilverkauf (Immobilien)
Beim Teilverkauf verkauft der Eigentümer einen prozentualen Anteil seiner Immobilie (meist 10–50 %) an einen Teilkauf-Anbieter und erhält dafür eine Einmalzahlung. Er behält ein Nießbrauchrecht und wohnt weiter in der Immobilie.
Vollständig lesenTextform Kündigung
Die Kündigung eines Wohnraummietvertrags bedarf nach § 568 BGB der Schriftform – das bedeutet: eigenhändige Unterschrift auf einem Brief. Eine E-Mail, SMS oder WhatsApp-Nachricht reicht nicht aus. Bei der Kündigung von Gewerbemietverträgen kann Textform (§ 126b BGB) ausreichen, wenn vertraglich keine strengere Form vereinbart wurde. ...
Vollständig lesenTilgung (Immobiliendarlehen)
Die Tilgung ist der Anteil der monatlichen Kreditrate, der zur tatsächlichen Rückzahlung des Darlehens verwendet wird. Je höher die anfängliche Tilgung, desto schneller sind Sie schuldenfrei – und desto weniger Zinsen zahlen Sie insgesamt.
Tilgungsaussetzung
Bei einer Tilgungsaussetzung wird die reguläre Tilgung eines Immobilienkredits für einen vereinbarten Zeitraum ausgesetzt. Der Kreditnehmer zahlt während dieser Phase nur die Zinsen. Die Restschuld bleibt konstant und wird erst nach Ende der Aussetzung wieder getilgt. Eine Tilgungsaussetzung kann vertraglich vereinbart sein (bei ...
Vollständig lesenTilgungsträger
Ein Tilgungsträger ist ein Sparprodukt, das parallel zu einem endfälligen Darlehen bespart wird und am Ende der Laufzeit die Darlehensrückzahlung sicherstellen soll. Klassische Tilgungsträger sind Kapitallebensversicherungen, Bausparverträge und Fondsansparpläne. Der Kreditnehmer zahlt an die Bank nur Zinsen und an den Tilgungsträger ...
Vollständig lesenTreuhandkonto
Ein Treuhandkonto (Notaranderkonto) ist ein vom Notar verwaltetes Sonderkonto, über das der Kaufpreis einer Immobilie abgewickelt wird. Der Käufer überweist den Kaufpreis auf das Anderkonto, und der Notar verteilt die Gelder erst, wenn alle vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind: Auflassungsvormerkung eingetragen, ...
U
Übergangsfinanzierung
Eine Übergangsfinanzierung (auch Brückenfinanzierung oder Zwischenkredit) überbrückt den Zeitraum, in dem ein Immobilienkäufer bereits für die neue Immobilie zahlen muss, aber den Verkaufserlös der alten noch nicht erhalten hat. Sie wird als kurzfristiges Darlehen mit einer Laufzeit von 6 bis 24 Monaten gewährt und durch die zu ...
Umschuldung (Immobiliendarlehen)
Eine Umschuldung ist der Wechsel eines bestehenden Immobiliendarlehens zu einer anderen Bank – meist um von besseren Zinskonditionen zu profitieren. Sie wird typischerweise am Ende der Zinsbindung durchgeführt, ist aber auch vorzeitig möglich.
Umzugskostenpauschale
Die Umzugskostenpauschale ermöglicht es Arbeitnehmern, bei einem beruflich bedingten Umzug bestimmte Kosten pauschal als Werbungskosten abzusetzen, ohne Einzelnachweise erbringen zu müssen. Sie deckt sonstige Umzugsauslagen wie Trinkgelder, Ummeldungen, Telefonanschluss und Gardinen ab. Daneben können tatsächliche Kosten für ...
Untermiete
Bei der Untermiete überlässt der Hauptmieter einen Teil seiner Wohnung an einen Dritten (Untermieter) gegen Zahlung. Der Hauptmieter wird so zum Vermieter des Untermieters, bleibt aber weiterhin Mieter gegenüber seinem Vermieter. Für die Untervermietung ist grundsätzlich die Erlaubnis des Vermieters erforderlich – nach § 553 BGB hat ...
Vollständig lesenV
Verbindlichkeit Definition
Verbindlichkeit - Unter dem Begriff Verbindlichkeit versteht man die Verpflichtung des Schuldners, dem Gläubiger gegenüber eine Leistung zu erbringen. Bei der Verbindlichkeit handelt es sich also, um noch offene finanzielle Verpflichtung gegenüber einen Gläubiger. Zu den Verbindlichkeiten gehören Verbindlichkeiten gegenüber ...
Vollständig lesenVergleichswertverfahren
Das Vergleichswertverfahren ermittelt den Wert einer Immobilie durch Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen ähnlicher Objekte in der gleichen Region. Es ist die marktnaheste Bewertungsmethode und wird bevorzugt bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern eingesetzt.
Verkaufsexposé
Das Verkaufsexposé ist die zentrale Vermarktungsunterlage beim Immobilienverkauf. Es enthält alle relevanten Informationen für Kaufinteressenten: Objektbeschreibung, Fotos, Grundrisse, Lageplan, Energieausweis, Wohnfläche, Baujahr, Kaufpreis und Kontaktdaten. Ein professionelles Exposé weckt Interesse, filtert unqualifizierte Anfragen ...
Vollständig lesenVerkehrswert (Marktwert)
Der Verkehrswert (Marktwert, § 194 BauGB) ist der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften zum Bewertungsstichtag zu erzielen wäre – ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse.
Vollständig lesenVermieterpfandrecht
Das Vermieterpfandrecht nach §§ 562-562d BGB gibt dem Vermieter ein gesetzliches Pfandrecht an den in die Mieträume eingebrachten Sachen des Mieters. Es sichert Ansprüche aus dem Mietverhältnis: rückständige Miete, Nebenkostennachforderungen und Schadensersatz. Das Pfandrecht entsteht automatisch, ohne dass es vereinbart oder ...
Vollständig lesenVermögensaufbau Immobilien
Immobilien gehören zu den effektivsten Instrumenten für den langfristigen Vermögensaufbau. Drei Mechanismen wirken gleichzeitig: Die Tilgung des Darlehens baut Eigenkapital auf, die Wertsteigerung der Immobilie vermehrt das Vermögen und die Mieteinnahmen finanzieren einen Großteil der Kosten. Der Fremdkapitalhebel verstärkt all diese ...
Vollständig lesenVersicherungswert
Der Versicherungswert einer Immobilie ist der Betrag, der für den Wiederaufbau des Gebäudes im Schadensfall erforderlich wäre. Er wird als gleitender Neuwert berechnet: der Neubauwert des Gebäudes (Wert 1914 multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex) oder als fester Neuwert zu heutigen Baupreisen. Der Versicherungswert hat nichts ...
Vollständig lesenVerwaltervertrag (WEG)
Der Verwaltervertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen der Wohnungseigentümergemeinschaft und dem Hausverwalter. Er wird von der Eigentümerversammlung beschlossen und sollte klar definierte Leistungen, Vergütung und Kündigungsfristen enthalten.
Volltilgerdarlehen
Bei einem Volltilgerdarlehen stimmt die Zinsbindungsdauer mit der Gesamtlaufzeit des Kredits überein. Das bedeutet: Am Ende der Zinsbindung ist das Darlehen vollständig getilgt – es bleibt keine Restschuld und keine Anschlussfinanzierung ist nötig. Die Tilgungsrate ist entsprechend höher als bei einem Standard-Annuitätendarlehen, ...
Vollständig lesenVorfälligkeitsentschädigung
Die Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) ist eine Entschädigung, die der Kreditnehmer an die Bank zahlen muss, wenn er ein Darlehen vor Ende der Zinsbindung zurückzahlt. Sie soll den entgangenen Zinsgewinn der Bank ausgleichen.
Vollständig lesenVorkaufsrecht
Das Vorkaufsrecht gibt dem Berechtigten das Recht, bei einem Verkauf zu den gleichen Bedingungen wie der Erstkäufer in den Kaufvertrag einzutreten. Es kann gesetzlich (Mieter, Gemeinde) oder vertraglich (im Grundbuch eingetragen) bestehen.
W
Warmmiete (Bruttowarmmiete)
Die Warmmiete (Bruttowarmmiete) ist der Gesamtbetrag, den ein Mieter monatlich zahlt. Sie setzt sich aus Kaltmiete, Betriebskostenvorauszahlung und Heizkostenvorauszahlung zusammen und wird umgangssprachlich oft als „das, was vom Konto abgeht" bezeichnet.
Vollständig lesenWEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)
Die WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) entsteht automatisch, wenn ein Gebäude in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt wird. Sie ist eine Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer und eine teilrechtsfähige Vereinigung, die im Rechtsverkehr eigenständig auftreten kann.
Vollständig lesenWertermittlung (Immobilien)
Die Wertermittlung ist der Prozess der Bestimmung des Verkehrswerts einer Immobilie. Sie erfolgt nach den Vorgaben der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) und kann als Kurzgutachten oder als vollständiges Verkehrswertgutachten durchgeführt werden.
Vollständig lesenWertsteigerung
Die Wertsteigerung einer Immobilie setzt sich aus Marktwertsteigerung (externe Faktoren wie Nachfrage, Infrastruktur, Zinsniveau) und wertsteigernden Maßnahmen (Sanierung, Modernisierung, Ausbau) zusammen. Historisch haben deutsche Wohnimmobilien nominal etwa 3 bis 5 Prozent pro Jahr an Wert gewonnen, real (nach Inflation) etwa 1 bis ...
Vollständig lesenWiderrufsrecht Darlehen
Verbraucher haben bei Immobiliendarlehensverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen nach Vertragsabschluss. Der Widerruf muss in Textform (Brief, E-Mail, Fax) erfolgen und bedarf keiner Begründung. Wird der Vertrag widerrufen, wird das Darlehen rückabgewickelt: Der Kreditnehmer gibt das erhaltene Geld zurück, die Bank ...
Vollständig lesenWirtschaftsplan (WEG)
Der Wirtschaftsplan ist die finanzielle Jahresplanung einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Er wird vom Verwalter aufgestellt und von der Eigentümerversammlung beschlossen. Auf seiner Basis wird das monatliche Hausgeld festgelegt.
Wohnfläche (Berechnung)
Die Wohnfläche ist die tatsächlich nutzbare Fläche einer Wohnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Sie unterscheidet sich von der Grundfläche, da bestimmte Bereiche nur anteilig oder gar nicht gezählt werden.
Wohngeld
Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Haushalte mit geringem Einkommen. Es wird als Mietzuschuss (für Mieter) oder als Lastenzuschuss (für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen) gewährt. Seit der großen Wohngeldreform 2023 haben deutlich mehr Haushalte Anspruch: Die Einkommensgrenzen wurden angehoben, ...
Vollständig lesenWohnrecht
Das Wohnrecht (§ 1093 BGB) ist eine persönliche Dienstbarkeit, die dem Berechtigten das Recht gibt, eine Wohnung unter Ausschluss des Eigentümers zu bewohnen. Es wird im Grundbuch (Abteilung II) eingetragen und erlischt mit dem Tod des Berechtigten.
Wohnungsbauprämie
Die Wohnungsbauprämie ist ein staatlicher Zuschuss auf Einzahlungen in Bausparverträge. Sie beträgt 10 Prozent der jährlichen Sparleistung, maximal 70 Euro für Alleinstehende (bei 700 Euro Einzahlung) und 140 Euro für Verheiratete (bei 1.400 Euro Einzahlung). Voraussetzung: Das zu versteuernde Einkommen darf 35.000 Euro ...
Vollständig lesenWohnungseigentumsgesetz
Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) regelt seit 1951 die Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern in Deutschland. Es definiert die Aufteilung von Gebäuden in Sonder- und Gemeinschaftseigentum, die Verwaltung durch den Verwalter, die Beschlussfassung in der Eigentümerversammlung und die Kostenverteilung. Die grundlegende Reform von ...
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Zessionierung
Zessionierung (Zession) ist der juristische Fachbegriff für die Abtretung einer Forderung an einen Dritten. Im Immobilienbereich kommt die Zession in verschiedenen Formen vor: Abtretung von Mietforderungen an die Bank als Kreditsicherheit, Abtretung von Grundschulden bei Bankwechsel und Abtretung von Kaufpreisforderungen. Die ...
Vollständig lesenZinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, für den der Zinssatz eines Immobiliendarlehens festgeschrieben wird. Übliche Laufzeiten sind 5, 10, 15 oder 20 Jahre. Während der Zinsbindung bleibt die Rate konstant – danach wird neu verhandelt.
Vollständig lesenZinsfestschreibung
Die Zinsfestschreibung (Zinsbindungsfrist) ist der Zeitraum, für den der vereinbarte Sollzins eines Immobilienkredits garantiert unverändert bleibt. Übliche Laufzeiten sind 5, 10, 15, 20 und 30 Jahre. Längere Zinsfestschreibungen bieten mehr Sicherheit, kosten aber einen Zinsaufschlag gegenüber kürzeren Bindungen. Die Wahl der ...
Vollständig lesenZinshaus
Ein Zinshaus (auch Renditeobjekt oder Anlageimmobilie) ist ein Mehrfamilienhaus, das primär zur Vermietung und Erzielung von Mieteinnahmen erworben wird. Der Begriff stammt aus dem Wiener Sprachraum und ist heute im gesamten deutschsprachigen Raum verbreitet.
Vollständig lesenZinssicherung
Zinssicherung umfasst alle Strategien, mit denen Immobilieneigentümer sich gegen steigende Zinsen absichern. Die gängigsten Instrumente sind: lange Zinsfestschreibung (15-30 Jahre), Forward-Darlehen (Zinssatz für die Zukunft fixieren), Cap-Darlehen (Zinsobergrenze bei variablem Zins), Bausparvertrag (günstigen Darlehenszins sichern) ...
Vollständig lesenZustandekommen Kaufvertrag
Ein Immobilienkaufvertrag kommt in Deutschland nur durch notarielle Beurkundung rechtswirksam zustande (§ 311b BGB). Mündliche Vereinbarungen, Reservierungsvereinbarungen oder per Handschlag geschlossene Absprachen sind für Grundstücksgeschäfte unwirksam. Beide Parteien müssen beim Notar anwesend sein (oder durch Bevollmächtigte ...
Zwangsversteigerung
Die Zwangsversteigerung ist ein gerichtliches Verfahren, bei dem eine Immobilie öffentlich versteigert wird, um Gläubigeransprüche zu befriedigen. Sie wird vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt und bietet Käufern die Chance, Immobilien unter Marktwert zu erwerben.
Vollständig lesenZwischenfinanzierung
Die Zwischenfinanzierung ist ein kurzfristiges Darlehen, das die Zeit überbrückt, bis eine geplante Finanzierung (z.B. Bausparvertrag, Verkaufserlös, Erbschaft) verfügbar ist. Sie ist teurer als eine normale Baufinanzierung, dafür aber flexibel und schnell verfügbar.